Hervorgegangen aus einem Ausschuss der Gemeinde, welche eine Ersatzlösung für die Heizanlage des Schulhauses suchte, konnte am 23. Mai 2014 die Wärmeverbund AG in Schnottwil gegründet werden.

 

urkunde

Startkapital

Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht sicher, ob wir genügend Wärmebezüger für unser Projekt begeistern können, um einen rentablen Betrieb mit konkurrenzfähigem Energiepreis anbieten zu können. Trotzdem waren sowohl die Bürger- und Einwohnergemeinde, sowie die Privatpersonen Fritz Arni, Paul Jetzer und Theodor Kocher bereit, insgesamt Aktien im Wert von CHF 100‘000.00 zu zeichnen. Mit diesem Startkapital ausgerüstet, konnten die nötigen Arbeiten in Angriff genommen werden.

Langwierige und aufwändige Vorbereitungsarbeiten

Nachdem wir anhand der Interessensbekundungen ein Projekt ausgearbeitet hatten, ging es daran, definitive Zusagen der Wärmebezüger in Form eines Vertrags einzuholen. Da der eine oder andere Interessent sich nicht definitiv für den Wärmebezug entscheiden wollte, veränderten sich die Rahmenbedingungen ständig und wir mussten die Planung laufend überarbeiten.

Die Abklärungen und Anpassungen verursachten sehr viel Arbeit und nahmen massiv mehr Zeit in Anspruch, als wir ursprünglich vorgesehen hatten. Sie waren jedoch nicht zu vermeiden, mussten wir doch die Interessen der Wärmebezüger, der betroffenen Landbesitzer und der Gemeinde „unter einen Hut“ bringen.

Ausbau des Eigenkapitals

Im Frühling 2015 war es dann soweit. Wir hatten genügend Wärmebezüger, um einen kostendeckenden Betrieb zu ermöglichen. Auch hatten wir genügend private Investoren gefunden, welche das anvisierte Aktienkapital von CHF 750‘000.00 zeichneten. Die geplante Kapitalerhöhung von CHF 650‘000.00 wurde um CHF 100‘000.00 überzeichnet. Das Aktienkapital der Gesellschaft beträgt daher CHF 850‘000.00.

Bauplanung und Realisierung

Nachdem wir ein bewilligtes Baugesuch erhalten hatten, wurde uns vom Baudepartement mitgeteilt, dass wir für ein Vorhaben in dieser Grössenordnung und weil die Wärmeleitungen den Sagibach queren sowie Landwirtschaftsland tangieren, ein öffentlicher Erschliessungsplan notwendig ist. Natürlich kam diese weitere Verzögerung höchst ungelegen, hatten wir doch versprochen, für die Heizperiode 2015/2016 lieferbereit zu sein.

Trotz des höheren administrativen Aufwands, wurden wir die geplanten Investitionskosten eingehalten oder sogar leicht unterschreiten.

Am 12. September 2015 war es endlich soweit. Anlässlich der Afüri, konnten wir, unter regem Interesse der Öffentlichkeit, die Heizzentrale in Betrieb nehmen.

Gleichzeitig hatten die Besucher die Möglichkeit, die Anlage zu besichtigen Fragen zu stellen und sich umfassend zu informieren.

Im Verlauf des Sommers 2016, wurde das Leitungsnetz weiter ausgebaut. Im Zentrum konnte die Chroneschüür erschlossen werden. Im Westen wurde die Überbauung Muer, sowie der Mühlihof inklusive Stöckli an den Wärmeverbund angeschlossen.

Alle Wärmebezüger sind via Glasfaser mit der Wärmezentrale verbunden. Damit sind wir in der Lage, den Betrieb feiner auf die Bedürfnisse der Bezüger abzustimmen und den Wirkungsgrad weiter zu verbessern.